News 10

25.02.2020 | Neue Technologien unterstützen den Arbeitsalltag von Menschen mit Behinderung

IW veröffentlicht Ergebnisse einer Befragung von 1.200 Unternehmen

Ausschnitt Titelblatt IW-Report 7/2020: Betriebliche Inklusion von Menschen mit Behinderung in Zeiten der Digitalisierung

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat im Sommer 2019 rund 1.200 Unternehmen zum Thema Beschäftigung von Menschen mit Behinderung in Zeiten der Digitalisierung befragt. Erfreuliches Ergebnis: die neuen Technologien erleichtern den Arbeitsalltag von Menschen mit Behinderung und wirken sogar als Beschäftigungstreiber.

Insgesamt sehen fast 30 Prozent der Unternehmen in der Digitalisierung neue Chancen für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Smartphones oder Tablets zum Beispiel erlauben ortsunabhängiges Arbeiten – das ist gerade für Menschen mit Behinderung vorteilhaft, denn sie sind öfter in ihrer Mobilität eingeschränkt oder müssen regelmäßige medizinische Termine wahrnehmen und deshalb in der Nähe ihres Wohnorts bleiben. Ähnliche Vorteile bringen Online-Kommunikationsdienste beim Informationsaustausch mit Kollegen und Kunden.

Es stellte sich allerdings auch heraus, dass sich nur knapp 60 Prozent aller Unternehmen mit Erfahrung in der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ausreichend über behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung (z. B. Hilfsmittel) informiert fühlen. Und nur 45 Prozent gaben an, ausreichend über die Rekrutierung von neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Behinderung Bescheid zu wissen.

Den IW-Report „Betriebliche Inklusion von Menschen mit Behinderung in Zeiten der Digitalisierung“ können Sie hier finden: www.iwkoeln.de.

21.02.2020 | Nur 1 von 100 steigt wieder in den Beruf ein

Neue Studie der Universität Bremen

Eine Person steht in einem dunklen Raum vor einem Fenster und schaut nach draußen ins Helle

Trotz anfänglich hoher Motivation schaffen nur ganz wenige Empfängerinnen und Empfänger einer zeitlich befristeten Erwerbsminderungsrente den Wiedereinstieg in den Job. Aus einer kürzlich veröffentlichten Studie geht hervor, dass dies durchschnittlich nur einem von hundert Befragten gelingt. Die wissenschaftliche Untersuchung wurde von der Jacobs University Bremen in Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen durchgeführt.

Im Jahr 2018 bezogen bundesweit 1,8 Millionen Menschen eine Erwerbsminderungsrente, die allermeisten aufgrund von psychischen Problemen. Die monatliche Rente betrug durchschnittlich 795 Euro. Die Wissenschaflter und Wissenschaftlerinnen untersuchten über einen Zeitraum von 17 Monaten die Erwartungen und Erfahrungen von Betroffenen. Zudem betrachteten sie die Faktoren genauer, die eine Rückkehr unterstützen. 453 Personen nahmen im Gebiet der Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen an der Studie teil, ihr Durchschnittsalter betrug 50 Jahre.

Mehr Information: https://rehanews24.de

18.02.2020 | Fast 600 und Bayern vorn!

EUTB-Beratungsstellen in REHADAT

REHADAT-Adressen: Ausschnitt EUTB-Beratungsstellen

Wir haben alle EUTB-Beratungsstellen in REHADAT ergänzt und aktualisiert: insgesamt führen wir nun 588 Stellen der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) auf – die meisten davon in Bayern!

Die bundesweit eingerichteten Beratungsstellen unterstützen bereits im Vorfeld der Beantragung von Leistungen, wie beispielsweise einer Leistung zur medizinischen Rehabilitation, helfen bei Fragen zur selbstbestimmten Lebensgestaltung oder zum Thema Teilhabe am Arbeitsleben. Das Prinzip des Peer Counseling (Betroffene beraten Betroffene) wird dabei besonders berücksichtigt. Ratsuchende können sich unabhängig von ihrem Wohnort und ihrer Teilhabebeeinträchtigung an jedes EUTB-Angebot wenden.

Hier können Sie die Adressen finden – etwa die Hälfte der EUTB bietet mittlerweile eigene Webseiten und Eigendarstellungen zum jeweiligen Angebot: www.rehadat-adressen.de

17.02.2020 | Stipendien für junge Menschen mit chronischer Erkrankung

Frist von "luftsprung campus" läuft noch bis zum 31. März

Logo aktion luftsprung

Aktion Luftsprung stellt jedes Jahr Stipendien für junge Menschen mit einer chronischen Erkrankung zur Verfügung, die sich in einer Ausbildung oder im Studium befinden.

Gefördert werden Kandidaten*innen mit der Erbkrankheit Mukoviszidose, entzündlichen Darmerkrankungen (insbesondere Morbus Crohn), Rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose oder junge Menschen mit ähnlich verlaufenden chronischen Erkrankungen, mit hoher Leistungsbereitschaft, Engagement und einem Lebensweg, der nach dem Motto „auf keinen Fall aufgeben!“ verläuft.

Jeder Stipendiat / jede Stipendiatin erhält eine monatliche Unterstützungsleistung von bis zu 500 EUR, die zunächst auf ein Jahr beschränkt ist. Darüber hinaus wird die Person während der Ausbildung vom luftsprung-Mentoren-Team gefördert und erhält Unterstützung bei Berufswahl und Arbeitsplatzsuche.

Mehr Informationen finden Sie hier: https://aktion-luftsprung.de

17.02.2020 | Notruf-App für Gehörlose

Auftrag an Nordrhein-Westfalen

Grafik einer Notruf-App

Bisher gibt es in Deutschland keine barrierefreie und kostenlose Notruf-App für Menschen mit Hörbehinderungen. Dies soll sich nach Informationen der behindertenpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Corinna Rüffers, bald ändern.

Die Bundesregierung hat das Land Nordrhein-Westfalen beauftragt, eine zentrale bundesweit einheitliche Notruf-App zu beschaffen und zu betreiben. Das Vergabeverfahren läuft bereits.

Quelle: Kobinet

Hinweis: REHADAT-Hilfsmittel bietet eine schnelle Suchfunktion nach Apps für iOS und Android an. Einfach den Suchbegriff "Notruf" eingeben und das Betriebssystem auswählen.

13.02.2020 | Interessen von sehbeeinträchtigten Menschen vertreten

Neuer Newsletter für SBVler

Logo iBoB

Seheingeschränkte Menschen sind eine vergleichsweise kleine Gruppe. In Deutschland leben zirka 650.000 blinde und sehbehinderte Menschen, davon sind etwa 66.000 erwerbstätig. Die meisten agieren vereinzelt und unorganisiert und sind entsprechend schwer zu erreichen.

Mit einem neuen Newsletter möchte das Projekt iBoB – inklusive berufliche Bildung ohne Barrieren – des Deutschen Vereins der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS) zur Verbesserung der Situation beitragen.

In regelmäßigen Abständen gibt der Newsletter für die Arbeit in der Interessenvertretung schwerbehinderter Menschen hilfreiche Informationen und praktische Tipps zum Thema Seheinschränkung und dem Umgang mit sehbeeinträchtigten Kundinnen und Kunden.

Um den Infobrief zu abonnieren, nutzen Sie bitte folgenden Link: weiterbildung.dvbs-online.de

11.02.2020 | Ausschließlicher Einsatz in der "Mittelschicht"

Hamburger Urteil zur Arbeitszeit

Weißes Paragrafen-Zeichen auf blauem Grund

Ein gleichgestellter Industrieschlosser mit einer chronisch depressiven Grunderkrankung hatte seinen Arbeitgeber verklagt, ihn ausschließlich leidensgerecht im Einschicht-Betrieb zwischen 8 und 16:30 Uhr einzusetzen. Sein Arbeitsvertrag sah allerdings eine zu leistende Arbeitszeit im Dreischicht-Betrieb vor.

Der Arbeitgeber begründete seine Ablehnung damit, dass die Arbeitszeitwünsche des Klägers nicht aus der Erkrankung des Schlossers resultierten, sondern aus der familiären Situation des alleinerziehenden Klägers.

Das sah das Arbeitsgericht Hamburg anders. Warum, lesen Sie bei REHADAT-Recht im Volltext hier: 17 Ca 41/19.

Tipp! Sie finden bei REHADAT aktuell 122 Urteile zu strittigen Arbeitszeitbelangen in Beschäftigungsverhältnissen von kranken oder behinderten Menschen: www.rehadat-recht.de

06.02.2020 | Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

BMAS-Abschlussbericht zur Perspektive der Leistungserbringer

BMAS-Forschungsbericht-Perspektive-der-Leistungserbringer

Im Rahmen des Projektes "Evaluation von Leistungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben" hat das BMAS den Abschlussbericht zum Modul "Perspektive der Leistungserbringer" veröffentlicht. Der Bericht betrachtet den Prozess der beruflichen Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Einschränkungen aus Sicht der Leistungserbringer.

Hier geht es zum Abschlussbericht: www.bmas.de/Forschungsberichte/fb-542-perspektive-der-leistungserbringer.html

05.02.2020 | Save the Date

Konferenz "Digital und barrierefrei arbeiten" am 4. März in Bonn

Logo Aktion Mensch e.V.

Wie lassen sich Arbeitsplätze digital und barrierefrei gestalten? Und welche Potenziale lassen sich dadurch für Unternehmen und Kunden entfalten? In Kooperation mit der Project Alliance und der Management-Beratung Böcker Ziemen veranstaltet Aktion Mensch am 4. März 2020 in Bonn die Konferenz "Digital und barrierefrei arbeiten – einfacher als gedacht!"

Die Vorträge und Diskussionen widmen sich den gesetzlichen Rahmenbedingungen, Praxisbeispielen und der zukünftigen Entwicklung des digitalen barrierefreien Arbeitsplatzes. In einem interaktiven Parcours können die Teilnehmer und Teilnehmerinnen außerdem konkrete Anwendungsbeispiele entdecken.

Die Referenten und Referentinnen im Überblick:

  • Christina Marx – Leiterin der Aufklärung, Aktion Mensch
  • Michael Wahl – Leiter der Überwachungsstelle des Bundes für Barrierefreiheit von Informationstechnik
  • Bahaddin Batmaz – Berater und Trainer für inklusive Medien, Inhalte und Arbeitstechniken
  • Prof. Dr. Berthold Meyer – Professor für Psychologie, Technische Universität Chemnitz
  • Jacqueline Gertönis – Geschäftsführerin, Project Alliance
  • Anne-Marie Nebe – Expertin für Barrierefreiheit und Softwareergonomie, T-Systems Multimedia Solutions
  • Prof. Dr. Jens Böcker – Professor für Marketing, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Informationen zur Veranstaltung unter: www.aktion-mensch.de/digital-und-barrierefrei-arbeiten.html

31.01.2020 | REHADAT-Neuigkeiten in Leichter Sprache

Aktuelle Ausgabe

Schriftzug: REHADAT-Neuigkeiten, umgeben von bunten Quadraten

Wir haben Neuigkeiten bei REHADAT und allgemeine Neuigkeiten zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung in Leichter Sprache veröffentlicht.

Es gibt folgende Inhalte:

  • REHADAT-Statistik: Internet-Portal neu gemacht
  • Wahlen in Hamburg und Bayern
  • Beauftragter für Menschen mit Behinderungen: Teilhabe-Empfehlungen für die Bundes-Regierung
  • Video-Tipp: Gehörlose LKW-Fahrer
  • Lese-Tipp in Einfacher Sprache: Internet – Ein Heft über die digitale Welt
  • Wörter in Schwerer Sprache

Hier können Sie den Newsletter direkt im Internet aufrufen: www.rehadat.de