News 10

18.06.2019 | Berufliche Teilhabe von Menschen mit Sehbehinderung und Blindheit

REHADAT-Wissensreihe „Ich sehe das einfach anders“ veröffentlicht

Titelblatt 'Ich sehe das einfach anders'

Wie können Menschen, die sehbehindert oder blind sind, am Berufsleben teilhaben? Antworten auf diese Frage gibt es in der neuesten REHADAT-Wissensreihe „Ich sehe das einfach anders“. Die Broschüre beschreibt, wie Arbeit für Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit gestaltet werden kann, liefert Grundinformationen über die Behinderung und nennt Anlaufstellen.

 

Viele berufstätige Menschen, die blind oder sehbehindert sind, fühlen sich an ihrem Arbeitsplatz gut integriert. Dies ergab eine aktuelle REHADAT-Umfrage zur Arbeitssituation von Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung. Erfolgsfaktoren für die berufliche Teilhabe sind die passende Gestaltung von Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung sowie ein unterstützendes Arbeitsumfeld.

Die Ergebnisse der Befragung und die Auswertung zahlreicher Praxisbeispiele sind in die neueste REHADAT-Wissensreihe eingeflossen. Die Broschüre beschreibt betriebliche Gestaltungsmöglichkeiten, um Arbeitsbedingungen an die Bedürfnisse von sehbehinderten und blinden Beschäftigten anzupassen: z. B. durch Hilfsmittel, barrierefreie Software, behinderungsgerechte Umgebungsgestaltung, Veränderung der Arbeitsinhalte und -organisation, personelle Unterstützung oder Weiterbildung. Interviews mit Experten aus Forschung und Praxis sowie mit einem blinden Sachbearbeiter greifen diese Aspekte auf.

Darüber hinaus erhalten Interessierte grundlegende Informationen: über Rechte und Pflichten des Arbeitgebers, verschiedene Aspekte des Sehvermögens (Visus und Gesichtsfeld), die Auswirkungen auf Informationsaufnahme, Orientierung und das kollegiale Miteinander, die Abgrenzung von Sehbehinderung zu Blindheit, den Grad der Behinderung, Arbeitsschutz, Barrierefreiheit und vieles mehr.

Die Broschüre schließt ab mit weiterführenden Informationen innerhalb von REHADAT, u.a. mit Praxisbeispielen, Ansprechstellen und Literaturhinweisen.

Die REHADAT-Wissensreihe wendet sich an Arbeitgeber, betroffene Beschäftigte sowie alle Fachleute, die an der beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung oder Erkrankung beteiligt sind.

Hier finden Sie die neueste Ausgabe der REHADAT-Wissensreihe (sowie die Ergebnisse der Umfrage): rehadat.link/publikationen

18.06.2019 | Neue Vorstudie erschienen:

Peer Support Netzwerk iXNet - REHADAT

Logo IXNet

Das Institut für empirische Soziologie an der Universität Erlangen-Nürnberg hat eine neue Vorstudie im Rahmen des Projektes „IXNET (Inklusives Expert*innen-NETZwerk) – Digitales Peer Support Netzwerk für die berufliche Teilhabe schwerbehinderter Akademiker*innen“ veröffentlicht.

Ziel des IXNET-Projektes ist, durch Information, Peer-Beratung und Mentoring schwerbehinderte Akademiker*innen auf ihrem beruflichen Weg zu unterstützen und ihre Beschäftigungsperspektiven zu verbessern. Bis Ende September 2021 entwickelt und etabliert IXNET dazu ein webbasiertes, inklusives und berufsbezogenes Informations- und Unterstützungsangebot für schwerbehinderte Akademiker*innen. Angebunden wird die neue Internetplattform an das Informationssystem REHADAT.

Zu den Aufgaben der Vorstudie gehörte es, zielgruppenspezifische Bedarfe, Themen, Unterstützungsmöglichkeiten und Umsetzungsanforderungen zu ermitteln sowie Erfolgsparamter zu bestimmen.

„IXNET“ wird gemeinsam durchgeführt vom Institut für empirische Soziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (IfeS), der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit, dem Hildegardis-Verein e.V. und dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW) / REHADAT.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) fördert das Projekt aus Mitteln des Ausgleichsfonds für überregionale Vorhaben zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben.

Nachlesen und downloaden können Sie die gesamte Vorstudie des Instituts für empirische Soziologie unter: https://www.ifes.fau.de/files/2019/04/Bericht_Vorstudie_IXNET.pdf (barrierefreies PDF)

Das Projekt „IXNET“ sowie weitere Projekte zur Beschäftigungssituation und zu Beschäftigungschancen von Menschen mit Behinderungen können Sie hier in REHADAT-Forschung nachlesen.

14.06.2019 | Pferde pflegen oder Senioren begleiten

Berufsvorbereitung für Jugendliche mit Förderbedarf in Bielefeld

Mädchen und Pferd - Photo by Kirsten LaChance on Unsplash

Viele Jugendliche interessieren sich für eine Tätigkeit im Bereich Tierpflege oder wünschen sich, mit Pferden umzugehen. Das Fördercentrum Mensch & Pferd e.V. in Bielefeld bietet für förderbedürftige Jugendliche eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme an, die beide Aspekte berücksichtigt. Im Auftrag der Agentur für Arbeit qualifiziert der Bildungsanbieter im Berufsfeld Pferdepflege.

Ziel der Maßnahme ist die Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt oder in eine anschließende Ausbildung. Um ein anerkanntes Zertifikat vergeben zu können, setzt das Fördercentrum auf eine enge Anlehnung an die Ausbildungsinhalte und das Prüfungssystem der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN. Das Zertifikat „FN geprüfter Pferdepfleger“ erhöht nach bestandener Prüfung für die Mehrheit der Absolventen die Chancen auf den Eintritt in ein reguläres Arbeitsverhältnis.

Eine weitere berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme wird vom Fördercentrum im Berufsfeld Alltagsbegleitung für Senioren angeboten. Die Prüfung wird von einem anerkannten Altenpflegeseminar abgenommen und das Zertifikat „Betreuungsassistent“ vergeben. Beide Qualifizierungen laufen über einen Zeitraum von 18 Monaten.

Die Angebote des Fördercentrum Mensch & Pferd richten sich an Jugendliche, die mit einem Förderschulabschluss oder einem Hauptschulabschluss die Leistungsanforderungen einer regulären dualen Ausbildung aus unterschiedlichen Gründen nicht erfüllen können. Alle Jugendlichen, die derzeit in der Einrichtung qualifiziert werden, haben einen besonderen Förderbedarf, in der Regel im Bereich Lernen. Das Fördercentrum verfügt über ein Internat; es werden Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet aufgenommen.

Mehr Informationen und die Kontaktangaben finden Sie hier: www.rehadat-adressen.de

13.06.2019 | Welche Produkte und Leistungen bieten Werkstätten an?

Werkstätten-Verzeichnis 2019 veröffentlicht

Grafik zum Verzeichnis der anerkannten WfbM

Die Bundesagentur für Arbeit hat das „Verzeichnis anerkannter Werkstätten für behinderte Menschen 2019“ auf ihren Internet-Seiten veröffentlicht.

Das Verzeichnis bietet einen Überblick über alle 733 anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) sowie deren Dienstleistungen und Produkte.

Das Verzeichnis enthält außerdem eine Zusammenstellung von Blindenwerkstätten und Vertriebsgesellschaften, die im Auftrag von anerkannten WfbM Werkstätten-Produkte vertreiben, Aufträge akquirieren und koordinieren.

Tipp: Unternehmen, die Aufträge an anerkannte WfbM oder Blindenwerkstätten vergeben, können 50 Prozent der Arbeitsleistung von der zu zahlenden Ausgleichabgabe abziehen. Einkaufen können Firmen nicht nur Produkte, sondern auch Dienstleistungen, die von einer WfbM ausgeführt werden.

Das Werkstätten-Verzeichnis der Bundesagentur für Arbeit erscheint einmal im Jahr und wird von REHADAT erstellt.

Hier geht es zu dem Werkstätten-Verzeichnis: Bundesagentur für Arbeit

07.06.2019 | Orientierungshilfe Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung

Ein kompetenzorientiertes und personenzentriertes Fortbildungsprofil

Titelbild der Publikation

Die Fortbildungsprüfungsverordnung „Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung“ des Bundesinstituts für Berufsbildung beschreibt ein personenzentriertes, kompetenzorientiertes Qualifikationsprofil, das, anders als die ausschließlich auf die Tätigkeit in Werkstätten für behinderte Menschen ausgerichtete Vorgängerregelung, für verschiedene Einsatzfelder in der Beruflichen Bildung behinderter Menschen und deren Teilhabe am Arbeitsleben geeignet ist.

In der Praxis stellen sich für die Qualifizierungsanbieter, die zuständigen prüfenden Stellen und deren Prüfungsausschüsse, die fortgebildeten Fachkräfte und an der Fortbildung Interessierte viele unterschiedliche Fragen wie beispielsweise: Wie können mit Blick auf die einzelnen Kompetenzen der Handlungsbereiche Lehrgangsangebote inhaltlich gestaltet werden? Was bedeuten unbestimmte Rechtsbegriffe wie „einschlägige Berufspraxis“? Welche Methoden und Möglichkeiten der zielgruppenorientierten Gestaltung von Lehr- und Lernarrangements gibt es?

Zu diesen und zahlreichen anderen Fragen bietet die mit Sachverständigen erarbeitete BIBB-Orientierungshilfe vielfältige Informationen und Anregungen.  Die BIBB-Publikation ist ein umfangreiches Nachschlagwerk, das über relevante rechtliche Grundlagen informiert, Erläuterungen und curriculare Empfehlungen zu den Prüfungsinhalten und Prüfungsanforderungen gibt und Hinweise und Beispiele für die Gestaltung von Qualifizierungslehrgängen und Prüfungen enthält.

Das PDF kann kostenlos auf der Internetseite der BIBB heruntergeladen werden.

05.06.2019 | Mee(h)r hören

Methoden für besseres Hören am Arbeitsplatz

Ausschnitt Seminarflyer: Mee(h)r hren - Methoden für besseres Hören am Arbeitsplatz

Mit einer Hörschädigung voll am Arbeitsleben teilzunehmen, ist für viele eine große Herausforderung. Es kann leicht zu Missverständnissen mit Kollegen/-innen oder der Führungsebene kommen. Diese liegen oft in der Hörschädigung begründet und werden als solche Ursachen jedoch nicht erkannt. Die Anforderung im Beruf wird zur Doppelbelastung: die volle Arbeitsleistung soll erbracht werden und das bei gleichzeitig stärkerer körperlicher Belastung.

Die VHS Friesland bietet deshalb im September 2019 einen interssanten Bildungsurlaub für berufstätige Menschen mit Hörschädigung auf der Insel Langeoog an.

Inhaltliche Schwerpunkte werden sein:

  • Kennenlernen von Methoden Hörstress zu reduzieren
  • hilfreichen Methoden das Hören am Arbeitsplatz zu verbessern
  • allgemeines Hörtraining zur Verbesserung des Sprachverstehens
  • Anregungen und Ideen zum selbstständigen Üben
  • Entspannungsmethoden, die Hörstress reduzieren
  • Kennenlernen von Hilfsmaterialien, z.B. FM-Anlage
  • Analyse von und Hilfestellungen für kommunikative Situationen am Arbeitsplatz

Mehr Informationen finden Sie hier im: Seminarflyer.

03.06.2019 | Sucht 4.0: Gravierende Folgen für die Arbeitswelt

DAK-Gesundheitsreport 2019 veröffentlicht

Logo DAK Gesundheit

Der DAK-Gesundheitsreport 2019 beschäftigt sich erstmals schwerpunktmäßig mit dem Thema Sucht und Abhängigkeit, denn das Suchtrisiko von Millionen Beschäftigten hat gravierende Folgen für die Arbeitswelt. Der Krankenstand bei betroffenen Erwerbstätigen ist doppelt so hoch. Ferner sind sie häufig unkonzentrierter im Job oder kommen zu spät.

Nach der repräsentativen Studie hat jeder zehnte Arbeitnehmer einen riskanten Alkoholkonsum – hochgerechnet betrifft das vier Millionen Menschen. Der Report untersucht auch das Thema Computerspielsucht in der Arbeitswelt. Ergebnis: Rund 2,6 Millionen Erwerbstätige haben ein riskantes Nutzungsverhalten.

Mehr Informationen lesen Sie hier in der DAK-Pressemeldung: www.dak.de

29.05.2019 | Neuigkeiten bei REHADAT und zur beruflichen Teilhabe

Aktueller REHADAT-Newsletter erschienen

REHADAT-Logo

Der neue REHADAT-Newsletter mit allen Neuigkeiten zu REHADAT und zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung ist erschienen. Diesmal geht es um folgende Themen:

  • Alles zum Thema Hilfsmittel: REHADAT-Portal mit neuer Suche
  • Online-Umfrage „Mit Hörschädigung im Job“
  • Urteil: Erstattung von Fahrtkosten bei der Stufenweisen Wiedereingliederung
  • Gute Praxis: Das Budget für Arbeit
  • Acht andere Leistungsanbieter
  • REHADAT on Tour: Messerückschau REHAB 2019
  • Prüfung der Fahrtauglichkeit bei Elektrorollstuhl-Versorgung?
  • IW-Dossier zum Stand der Inklusion in Deutschland
  • Wo arbeiten die meisten schwerbehinderten Menschen?
  • BDA will Rehabilitation verbessern
  • Neue Initiative „Einstellung zählt – Arbeitgeber gewinnen“
  • „Forum Wirtschaft und INKLUSION“ startet bundesweit
  • Inklusionspreis der Wirtschaft 2019 verliehen
  • Welche Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben werden benötigt?
  • Das BGG in Gebärdensprache
  • REHADAT-Seminare im November
  • Folgen Sie uns auf Twitter!

Hier rufen Sie den aktuellen Newsletter auf: www.rehadat.de

Viel Spaß bei der Lektüre!

23.05.2019 | Wie funktioniert es in der Praxis?

Das Budget für Arbeit

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Bei REHADAT-Gute Praxis gibt es jetzt auch einige Beispiele von Menschen, die das Budget für Arbeit in Anspruch nehmen. Sie arbeiten z.B. im Empfangsbereich eines Ministeriums, in einer Großküche oder im Gartenbau. Hier geht es zu den Praxisbeispielen: www.rehadat-gutepraxis.de.

Das Budget für Arbeit ist eine Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben mit dem Ziel, Menschen, die wesentlich behindert sind, Beschäftigungsalternativen zur Werkstatt für behinderte Menschen bei Unternehmen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Es umfasst einen unbefristeten Lohnkostenzuschuss an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie die kontinuierliche notwendige Assistenz der Budgetnehmerinnen und Budgetnehmer (personelle Unterstützung für Anleitung und Begleitung) am Arbeitsplatz. Mehr Infos dazu im REHADAT-Lexikon: www.rehadat.de

16.05.2019 | „Einstellung zählt – Arbeitgeber gewinnen“

Neue Initiative gestartet

Logo und Schriftzug der Bundesagentur für Arbeit

Im April startete die Pilotphase der neuen Initiative "Einstellung zählt - Arbeitgeber gewinnen" in sechs Arbeitsagenturbezirken. Die Initiative soll Arbeitgeber für die Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen sensibilisieren und richtet sich gezielt an die Unternehmen und Betriebe in Deutschland, die derzeit aus den unterschiedlichsten Gründen laut Anzeigeverfahren noch keine schwerbehinderten Menschen ausbilden oder beschäftigen.

Initiatoren sind die Bundesagentur für Arbeit, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Mehr Informationen finden Sie hier: www.bmas.de