News 10

13.08.2019 | Wie gut klappt die EU-Strategie zugunsten von Menschen mit Behinderung?

Online Fragebogen jetzt ausfüllen

Logo Europäische Kommission

Zur "Überprüfung der Europäischen Strategie zugunsten von Menschen mit Behinderungen 2010-2020" hat die EU-Kommission eine (bis zum 23. Oktober 2019 laufende) öffentliche Online-Konsultation eingeleitet.

Die Strategie setzt das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention) auf EU-Ebene um. Die Konsultation beschäftigt sich mit der Frage, wie die EU-Politik für Menschen mit Behinderungen „in Zukunft verbessert und wirksamer und zielgerichteter gestaltet werden kann“. Da die EU-Strategie im Jahr 2020 ausläuft, will die Europäische Kommission ihre Umsetzung bewerten.

Den Online-Fragebogen und weitere Informationen zur Konsultation finden Sie online unter folgendem Link: ec.europa.eu/info

13.08.2019 | Projekte, Studien und Forschende zur beruflichen Teilhabe

Portal REHADAT-Forschung überarbeitet

Logo REHADAT-Forschung

Wer sich für die Forschungslandschaft zur beruflichen Teilhabe und Inklusion in Deutschland interessiert, kann alle wichtigen Projekte, Studien sowie Forscherinnen und Forscher im Portal REHADAT-Forschung (www.rehadat-forschung.de) finden – ab heute im neuen Layout, mit verbesserter Struktur, erweiterten Inhalten und einer intuitiveren Suche.

Das Portal umfasst knapp 1800 Projekte aus Forschung und Praxis von allen relevanten Organisationen, Forschungseinrichtungen, Rehabilitations- und Projektträgern zur beruflichen Teilhabe und Inklusion. Die Projektbeschreibungen informieren über Inhalte, Ansprechpersonen, beteiligte Institutionen, Förderer und projektbezogene Veröffentlichungen.

Neun Kategorien geben einen neutralen Überblick über die vielfältigen Bereiche der Forschung: Medizinische Rehabilitation & Beruf, Übergang ins Berufsleben, Ausbildung & Weiterbildung, Arbeit & Beschäftigung, Recht & Politik, Technik & Barrierefreiheit, Behinderungen & Erkrankungen, Informationen & Kooperationen, Klassifikationen, Prozesse & Analysen.

Aktuelle Entwicklungen im Bereich der beruflichen Teilhabe sind in die neue Struktur eingeflossen. Schneller finden kann man jetzt z. B. die BMAS-Förderprogramme mit Projekten zur Verbesserung der beruflichen Teilhabe und Inklusion schwerbehinderter Menschen, Projekte zur Teilhabe durch Digitalisierung und aktuelle Projekte.

Das Portal bietet außerdem allgemeine Informationen und regelmäßige Neuigkeiten zur Reha- und Teilhabeforschung sowie ihren Akteuren und Themen. Das Verzeichnis der Reha- und Teilhabeforschenden ist in die Plattform integriert und die Forschenden sind auch online mit den passenden Projektkategorien verlinkt.

„Wir freuen uns, dass wir mit REHADAT-Forschung zu mehr Übersicht und Orientierung über die vielfältige Projekt- und Forschungslandschaft zur beruflichen Teilhabe in Deutschland beitragen können“ so Projektleiterin Petra Winkelmann.

Hier können Sie das Portal aufrufen: www.rehadat-forschung.de

06.08.2019 | Fachleute für barrierefreie Kommunikation

Masterstudiengang in Hildesheim

Piktogramm zur barrierefreien Kommunikation

Die Universität Hildesheim bildet Experten und Expertinnen für Sprachen, Kommunikation und Informationsmanagement aus. Unter anderem gibt es den zweijährigen Masterstudiengang "Barrierefreie Kommunikation", in dem z. B. folgende Bereiche behandelt werden:

  • Übersetzen/Dolmetschen in Leichte Sprache
  • Teilhabe durch unterstützte Kommunikation und assistive Technologien
  • Gehörlosigkeit und Schwerhörigkeit in der hörenden Mehrheitsgesellschaft
  • Gebärdensprache
  • Verständlichkeit und Fachkommunikation
  • Barrierefreie Rechtskommunikation
  • Barrierefreie Online-Kommunikation
  • Kommunikative Inklusion von Personen mit Sehschädigung

Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 01. September 2019.

Mehr Informationen hier: www.uni-hildesheim.de

01.08.2019 | Neues Gesetz zum 1. August

Mehr Ausbildungsgeld für junge Menschen mit Behinderung

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Heute tritt das Gesetz zur Anpassung der Berufsausbildungsbeihilfe und des Ausbildungsgeldes in Kraft. Zukünftig erhalten Teilnehmer an Maßnahmen im Eingangsverfahren oder Berufsbildungsbereich oder an vergleichbaren Maßnahmen anderer Leistungsanbieter nach § 60 SGB IX ein Ausbildungsgeld in Höhe von 117 Euro (ab 2020: 119 Euro).

Die im Arbeitsbereich beschäftigten Menschen erhalten ein Arbeitsentgelt aus Grundbetrag und leistungsangemessenem Steigerungsbetrag, der sich nach der individuellen Arbeitsleistung bemisst. Dieser Grundbetrag wird ab dem 1. August schrittweise in vier Stufen angehoben, um eine finanzielle Überforderung der Werkstätten zu vermeiden.

Stufenweise Anhebung des Grundbetrages:

  • 80 Euro ab 1. August 2019
  • 89 Euro ab 1. Januar 2020
  • 99 Euro ab 1. Januar 2021
  • Mindestens 109 Euro ab 1. Januar 2022 bis zum 31.12.2022

Eine Werkstatt, die wirtschaftlich leistungsfähig ist, kann allerdings auch einen höheren Grundbetrag zahlen.
Darüber hinaus wird der Bedarfssatz bei einer individuellen betrieblichen Qualifizierung im Rahmen einer Unterstützten Beschäftigung erhöht: So erhalten Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, die eine betriebliche Einstiegsqualifizierung durchführen, ab 1. August 2019 einen erhöhten Zuschuss zur Vergütung bis zu einer Höhe von 243 Euro monatlich (bisher 231 Euro).
Mehr Informationen finden Sie im Portal REHADAT-Recht unter bit.ly/2GFysvV.

31.07.2019 | Bundesteilhabegesetz

LWL veröffentlicht Wissensportal zum BTHG

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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat ein neues Wissensportal zum Bundesteilhabegesetz (BTHG) veröffentlicht. Interessierte erfahren zum einen, warum es das BTHG überhaupt gibt, welche Ziele es hat und was genau sich verändern wird, wenn ab 2020 die Eingliederungshilfe nicht mehr Teil der Sozialhilfe sein wird. Zum anderen werden zentrale Begriffe des BTHG erklärt wie etwa 'Lebensunterhaltsbedarfe', 'Teilhabeplanverfahren' und 'Bedarfsermittlungsinstrument'.
Daüber hinaus liefert das Portal Antworten auf die wichtigsten Fragen von Betroffenen, Betreuerinnen und Betreuern sowie Leistungserbringern.

Hier gehts zum neuen BTHG-Wissensportal: www.bthg2020.lwl.org

31.07.2019 | Newsletter

REHADAT-Neuigkeiten in Leichter Sprache veröffentlicht

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Die REHADAT-Neuigkeiten in Leichter Sprache sind gerade veröffentlicht worden. Es geht zum Beispiel um die neuen REHADAT-Wissensreihen zu den Themen Sehbehinderung, Blindheit und Autismus, um ein neues Wissensportal zum Bundesteilhabegesetz und um Weiterbildungs-Angebote in Leichter Sprache in Berlin.
Die REHADAT-Neuigkeiten in Leichter Sprache richten sich an Menschen mit Behinderung, an Menschen mit Lern-Schwierigkeiten und an Menschen, die nur wenig lesen und schreiben können.

Hier gibt es die aktuelle Ausgabe: www.rehadat.de/newsletter-leichte-sprache

23.07.2019 | Welche Beschäftigung ist die richtige? Welche Ausbildung passt?

Jugendberufsagenturen unterstützen die berufliche Teilhabe

Ausschnitt REHADAT-Adressen: Jugendberufsagenturen

Für viele junge Menschen ist der Start ins Berufsleben schwierig z. B. wegen sozialer Probleme, einer Behinderung oder einem Migrationshintergrund. Damit auch diese Jugendlichen und junge Erwachsene eine passende Berufsausbildung und Beschäftigung finden, gibt es in Deutschland flächendeckend Jugendberufsagenturen.

Jugendberufsagenturen unterstützen durch Beratung, vermitteln betriebliche Ausbildungsplätze und sind Lotsen im komplizierten Trägersystem von Jugendhilfe, Grundsicherung und Arbeitsförderung. In den Jugendberufsagenturen arbeiten die beteiligten Institutionen wie Arbeitsagenturen, Jobcenter, Jugendämter und Schulen eng zusammen, um den Übergang von der Schule in die Arbeitswelt zu verbessern.

Mehr Informationen sowie die Auflistung einiger Jugendberufsagenturen finden Sie hier: www.rehadat-adressen.de

19.07.2019 | Neuigkeiten zur beruflichen Teilhabe

REHADAT-Newsletter veröffentlicht

REHADAT-Logo

Lesen Sie im aktuellen REHADAT-Newsletter über Neuigkeien bei REHADAT und zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Allgemeinen:

  • Zwei neue Wissensreihen: Sehbehinderung/Blindheit und Autismus
  • Welche Produkte & Leistungen bieten Werkstätten an? Verzeichnis für 2019 veröffentlicht
  • Mehr Inklusion durch Digitalisierung – Podcast zeigt Zusammenhänge
  • IXNET unterstützt berufliche Teilhabe schwerbehinderter Akademiker*innen
  • Neue Begriffe im REHADAT-Lexikon zur beruflichen Teilhabe
  • Online: Ansprechstellen für Rehabilitation und Teilhabe
  • Mehr digitale Barrierefreiheit: BITV 2.0 in Kraft
  • Berufsvorbereitung: Pferde pflegen oder Senioren begleiten
  • BA analysiert Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung

Hier können Sie den Newsletter direkt aufrufen: www.rehadat.de

18.07.2019 | Mehr inklusive Bildung nötig

Deutsche UNESCO stellt Empfehlungen zusammen

Logo Deutsche UNESCO-Kommission

Um allen Menschen Zugang zu hochwertiger Bildung zu geben, fordert die Deutsche UNESCO-Kommission ein umfassendes Programm zur Förderung inklusiver Bildung in Deutschland. Die Kommission hat dazu ein Empfehlungspapier erarbeitet, um inklusive Bildung schrittweise über die gesamte Bildungsbiografie zu stärken.

Die Fachleute sprechen sich für eine bessere regionale und lokale Vernetzung der Bildungsträger aus. Um Kindern und Jugendlichen den Übergang vom Elementar- in den Primarbereich bis hin zu Arbeit und Studium zu erleichtern, sollen regionale Förderzentren Bildungseinrichtungen beraten und vernetzen. Zudem müsse die „Ausbildung der Ausbilder“ inklusionspädagogisch weiterentwickelt werden.

Die Expertinnen und Experten betonen, dass die Qualität der Bildungsinfrastruktur künftig durch bundesweite Standards abgesichert werden muss. Dazu zähle die Barrierefreiheit ebenso wie die Ausstattung mit Personal und Lehrmaterial. Außerdem sollten unterschiedliche Finanzierungen in Bildungsbudgets auf kommunaler Ebene zusammengeführt werden.

Um mehr junge Menschen in Beruf und Ausbildung zu bringen, sollte ein Recht auf Ausbildung geschaffen werden. Zudem empfehlen die Expertinnen und Experten, Betriebe zu unterstützen, die sich für Menschen mit Behinderung oder Benachteiligung öffnen. Eine regionale oder kommunale Beratung und Begleitung am Übergang in die Arbeitswelt sei entscheidend, um alle jungen Menschen zu erreichen.

Mehr Informationen können Sie in der Pressemitteilung der UNESCO lesen: www.unesco.de

16.07.2019 | REHADAT-Wissensreihe „Klare Sprache statt Klischees“

Berufliche Teilhabe von Menschen mit Autismus

Ausschnitt REHADAT-Wissensreihe Autismus

Wie können Menschen mit Autismus am Berufsleben teilhaben und ihre spezifischen Stärken am Arbeitsplatz einbringen? Antworten auf diese Frage gibt es in der neuesten REHADAT-Wissensreihe „Klare Sprache statt Klischees“. Die Veröffentlichung beschreibt, wie Arbeit für Menschen aus dem Autismus-Spektrum gestaltet werden kann und hilft, die Erkrankung besser zu verstehen.

Viele berufstätige Menschen mit Autismus fühlen sich, obwohl sie gut qualifiziert sind, nicht gut in ihrem Job integriert: zum Beispiel, weil sie in ihrer Symptomatik nicht verstanden werden oder weil es an ausreichender Unterstützung am Arbeitsplatz fehlt. Dies ergab eine aktuelle REHADAT-Umfrage zur Arbeitssituation von Menschen aus dem Autismus-Spektrum. Erfolgsfaktoren für die berufliche Teilhabe sind vor allem die Aufklärung von Führungskräften und Team über Autismus und ein verständnisvolles Arbeitsumfeld.

Die Ergebnisse der Befragung sind in die neueste REHADAT-Wissensreihe eingeflossen. Die Broschüre beschreibt betriebliche Gestaltungsmöglichkeiten, um Arbeitsbedingungen an die Bedürfnisse von Beschäftigten mit Autismus anzupassen: z. B. durch Aufklärungsmaßnahmen innerhalb der Belegschaft, Schaffung eines reizarmen Arbeitsumfeldes, Strukturierung von Arbeitsaufgaben, sowie durch personelle Unterstützung. Interviews mit einem Arbeitgeber, Experten aus der Praxis und Aussagen von befragten berufstätigen Menschen mit Autismus greifen diese Aspekte auf.

Darüber hinaus erhalten Interessierte grundlegende Informationen über Rechte und Pflichten des Arbeitgebers, die möglichen Auswirkungen von Autismus auf Wahrnehmung, Arbeitsweise, Kommunikations- und Sozialverhalten, zum Grad der Behinderung, zu Arbeitsschutz, Fahrerlaubnis und vieles mehr.

Die Broschüre schließt mit Hinweisen, wo auf der REHADAT-Plattform weitere Informationen zu finden sind, z.B. Praxisbeispiele, Ansprechstellen und Literaturhinweise.

Die REHADAT-Wissensreihe wendet sich an Arbeitgeber, betroffene Beschäftigte sowie alle Fachleute, die an der beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung oder Erkrankung beteiligt sind.

Hier finden Sie die neueste Ausgabe der REHADAT-Wissensreihe (sowie die Ergebnisse der Umfrage): http://rehadat.link/publikationen